1. Mai 2018

Nachhaltigkeitsziele 2018

Natürlich könnten wir uns immer wieder neue Ziele setzen, um nachhaltig zu handeln. Doch wir bevorzugen es unser Handeln konsequent zu optimieren und den Fortschritt zu festigen. Deshalb wird man im Vergleich zu unseren Zielen 2017 nicht unbedingt viele Neuerungen entdecken. Aber unser Fortschritt ist klar erkennbar.

Ob Wasser oder Energie – alle aus der Natur gewonnenen Ressourcen betrachten wir nicht als Selbstverständlichkeit. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Umwelt nur so viel wie nötig und so gering wie möglich zu beanspruchen.

WASSER

Als ein Nahrungsmittelproduzent ist Hygiene und Sauberkeit in unserem Werk die oberste Anforderung. Daher verbrauchen wir viel mehr Wasser als z.B. ein handwerklicher Betrieb.
Hinsichtlich unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt ist es unser Ziel, die verursachten Abwassermengen zu reduzieren.
Dazu haben wir, wie geplant, den Verbrauch im Jahr 2017 festgestellt. In diesem Jahr nehmen wir uns vor, ein Abwasserreduzierungskonzept zu erarbeiten. Durch ein regelmäßiges Monitoring der Verbrauchszahlen, mittels digitaler Zähler, können schnell Maßnahmen ergriffen werden um unser Ziel der Verbrauchssenkung voranzutreiben.

Aber es geht nicht immer nur darum wie viel Wasser wir von der Natur nehmen, sondern auch in welcher Form wir dieses wieder zurückführen. Durch unsere Süßwaren-Produktion entsteht Abwasser, dessen Weiterverarbeitung in unserem Unternehmen nicht möglich ist. Dieses wird unter der Einhaltung von behördlichen Vorschriften entsorgt oder zurückgeführt. Ein Richtmaß, um zu erkennen wie sehr wir dadurch die Umwelt beanspruchen, ist der CSB-Wert, der eine Aussage darüber trifft, wie hoch die Schadstoffbelastung (durch u.a. Zucker, Fette, Chemikalien) im Abwasser ist.

Durch unsere eigene Abwasservorbehandlungsanlage, die wir im Jahr 2015 in Betrieb genommen haben, ist es uns möglich den behördlich vorgegebenen CSB-Wert und umweltverträglichere pH-Werte einzuhalten.
Seit Inbetriebnahme der Abwasservorbehandlungsanlage haben wir dieses Ziel zu 100% erreicht. Zuletzt hatten wir uns darauf fokussiert, die erreichten Werte zu optimieren und zu stabilisieren, um weiter Ressourcen und Gewässer zu schützen. Auch dieses Ziel haben wir im vergangenen Jahr erreicht.
Für das Jahr 2018 zielen unsere Handlungen darauf ab, unseren selbst gesetzten Standard des CSB-Wertes beizubehalten.


WÄRME

Zur Herstellung von Süßwaren benötigen wir neben Wasser auch Wärme. Um z.B. die heißen Temperaturen zum Kochen erzeugen zu können, setzen wir Dampfkessel ein.
Die Wärme für unsere Gebäudekomplexe und die Begleitheizung wird zum Teil durch unser Blockheizkraftwerk geliefert. Damit haben wir bereits einen Weg gefunden, wie wir nachhaltig Energie gewinnen und wiedereinsetzen können. Um der Umwelt noch weniger Ressourcen zu nehmen, konzentrieren wir uns darauf, die bereits gewonnenen Energien in weiteren Wärmeabnehmern einzusetzen und das Blockheizkraftwerk effizienter auszulasten.
Das Ziel im Jahr 2017 war es, alle relevanten Faktoren darzulegen und darauf aufbauend ein Konzept zur effizienten Auslastung zu entwickeln. Das Projekt ist erfolgreich gestartet und brachte erste Ergebnisse mit sich.
Nach der Konzeptentwicklung konnten wir die Zahlen, Daten und Fakten effektiv einsetzen. Wir nutzen die Energie unseres Blockheizkraftwerkes heute intensiver. In Zahlen heißt das: Die Auslastung ist um 22% gestiegen. Für das Jahr 2018 streben wir eine weitere Optimierung von 10% an.

Neben der Wärme-Energie liefert das hocheffiziente Blockheizkraftwerk zudem auch Strom, wodurch es für uns eine unerlässliche, nachhaltige Quelle ist.


ÖKO-STROM

Auch wenn wir, mit einem guten Gefühl, Strom aus nachhaltigen Quellen beziehen, haben wir uns bereits im Jahr 2014 das Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren unseren Stromverbrauch kontinuierlich zu reduzieren. Dies erfolgt durch das bereits eingeführte Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001.
Seit Beginn 2016 möchten wir bis zum bundesweiten Stichtag 31.12.19 den Stromverbrauch der Sweet Tec GmbH um 5,2% senken. Die angestrebte Reduktion von 1,8% für das vergangene Jahr 2017 konnte nicht erreicht werden.
Unser Unternehmen befindet sich stätig im Wandel. Nicht nur, dass wir ein hohes Unternehmenswachstum zu verzeichnen haben, auch die Anpassung an den Markt bedarf unserer Flexibilität. Eine Bewertungsgrundlage unseres Stromverbrauchs zu schaffen stellt sich deshalb als Herausforderung dar. Durch die Veränderung unserer Produktpalette und der folglich angepassten Produktion befinden wir uns weiterhin in der Ermittlung der Datenbasis. Wir fokussieren konsequent das Ziel im Jahr 2018 die Kennzahlen zu ermitteln um daraufhin unser Defizit auszugleichen und die Etappenziele bis zum Jahr 2020 realisieren zu können.


Für uns hat Nachhaltigkeit einen größeren Zweck als nur die Umwelt zu schonen. Es sind vor allem auch die Ansprüche, die wir an uns selbst stellen, die ein Grundstein sind um den nächsten Generationen eine attraktive Welt präsentieren zu können.

QUALITÄT

Nicht immer bedarf es neuer Ziele um nachhaltig zu handeln. Qualität ist seit Jahren mehr als nur ein Ziel für uns. Es ist unser eigener anspruchsvoller Standard, den wir uns selbst setzen oder deren Qualitätsprüfung wir uns freiwillig stellen.

Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sind uns sehr wichtig. Meldepflichtige Arbeitsunfälle wollen wir deshalb gänzlich vermeiden. Dies unterstützen wir z.B. mit regelmäßigen Schulungen und Betriebsrundgängen zur Arbeitssicherheit, um gefährliche Situationen und das Unfallpotenzial schon präventiv gering zu halten.

 

Unseren erarbeiteten Standard der IFS-Zertifizierung auf Higher Level streben wir an lückenlos beizubehalten.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit möchten wir mit der Rezertifizierung, zum einen nach ZNU und zum anderen nach RSPO, unseren hohen Standard aufrechterhalten.

Und auch wenn wir diese Ziele in den vergangenen Jahren erreicht haben, wollen wir uns nicht darauf ausruhen, sondern weiter wachsam auf jedes Optimierungspotenzial achten.


VORSORGE

Unserer ökologischen Verantwortung betreffend, ist die Umstellung auf FSC-zertifiziertes Material, für die neu eingeführten Vollpappschachteln, bereits im Jahr 2016 zu 100% erfolgt. Noch immer vorhandene Restbestände möchten wir im Jahr 2018 möglichst noch aufbrauchen, um unnötige Abfälle zu vermeiden und die natürlichen Ressourcen zu schonen.

 

Hinsichtlich der Thematik „Abfallreduktion“ hatten wir es uns zum Ziel gemacht, unsere Mitarbeiter in mehreren Workshops zu schulen und so der Vermeidung von Abfall und der Verschwendung während des gesamten Produktionsprozesses vorzubeugen.
Wir konnten, unter Einbeziehung der Führungskräfte, bereits im Jahr 2017 regelmäßige Workshops einrichten und streben in diesem Jahr das Ziel an unsere Handlungen zu beobachten um weitere Optimierungen vornehmen zu können.

 

Wir verfolgen auch weiterhin unsere Aktivitäten im Bereich Klimaschutz. Schon in 2017 liefen die Planungen mit der Organisation „Plant-for-the-Planet“ für die nächste Kinderakademie. Die Aktivierung einer ausreichenden Teilnehmerzahl in der Region stellte sich als größte Herausforderung dar, die wir leider nicht gemeistert haben.
Deshalb suchen wir in diesem Jahr nach weiteren möglichen Veranstaltungsorten in der Metropolregion Hamburg. Wir freuen uns auf neue Veranstaltungspartner und sehen der nächsten Akademie positiv entgegen.

 

Die Förderung der Ernährungskompetenz und -bildung soll weiterhin intensiv fortgesetzt werden, durch das Projekt „Gesunde Ernährung in der Kita“. Dabei werden insgesamt vier Treffen im Jahr organisiert, gemeinsam mit dem DRK Kindergarten „An der Quöbbe“ in Boizenburg. Ein Termin besteht aus den Aktivitäten des gemeinsamen Einkaufens, Zubereitens und Verzehrens der Lebensmittel, wodurch bei den Kindern ein gesundes Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung heranwachsen soll.
Wir konnten im Jahr 2017 drei Kochaktionen umsetzen. Auch für das kommende Jahr setzen wir uns wieder das Ziel pro Quartal ein Koch-Event auszurichten.

 

Zu einer gesunden Lebensweise gehört zudem eine dauerhafte, aktive Bewegung im Alltag. Dafür hat sich im Jahr 2016 unser Verein Süße Hilfe e.V eingesetzt. Nachdem im vergangenen Jahr die Vereinsstruktur und die Gremien finalisiert wurden, konnte damit begonnen werden, Kindern aus sozial schwächeren Familien zu helfen. Z.B. mit dem Angebot der finanziellen Unterstützung für die Teilnahme an unserem Event „2. Sweet Tec FerienFinale 2017“.

Die Förderung von Projekten und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern im Landkreis Ludwigslust-Parchim, insbesondere in Boizenburg, soll im kommenden Jahr noch weiter intensiviert werden.
Wir können aber tatsächlich nur viel bewirken, wenn wir auch viele Menschen erreichen. Deshalb planen wir für das Jahr 2018 den Aktivitätsbereich für unser FerienFinale auch für neue Sportarten zu öffnen. In der Region sind wir bereits für den Sportbereich Fußball aktiv und sehen dort großes Potenzial. Eine Fußballschule soll das neue Event für die Kinder und Jugendlichen in diesem Jahr werden.