Sweet Tec will sich für die Zukunft rüsten

Schon mehr als 20 Jahre ist es her, da wurde in Boizenburg der Grundstein dessen gelegt, was den Landkreis LUP in Teilen jetzt damit werben lässt, ein süßer Landkreis zu sein. Die Geschichte der Sweet Tec hat damals begonnen.

Boizenburg hatte große Reize für die Süßwarenproduktion

Auf der Suche nach einem Standort für die „Bonbonfabrik“, wie sich das Süßwarenkonstrukt von Sweet-Tec-Chef Oliver Schindler selbst liebevoll nennt, hat Boizenburg schlussendlich das Rennen gemacht, wie sich der Firmengründer erinnert. Damals habe es von den vor Ort handelnden Personen abgehangen, dass er sich mit seiner Firmenidee dazu entschloss, in diesen Teil von Ostdeutschland zu kommen. Auch andere Regionen der neuen Bundesländer hätten zur Auswahl gestanden, aber das Gesamtpaket von Boizenburg hat überzeugt.

Sweet Tec investiert Millionen von Euro

Seitdem hat sich das Sweet-Tec-Konglomerat zum Arbeitgeber für mittlerweile 800 Mitarbeiter gemausert. Einige von ihnen sind zuweilen schon seit der ersten Stunde mit an Bord, beziehungsweise gehören jetzt schon die Kinder der ersten Arbeiter der „Bonbonfabrik“ zur Sweet-Tec-Familie. Und ein Ende dieser süßen Reise ist noch nicht in Sicht. Gerade im Fruchtgummi-Sektor wird das durch aktuelle Investitionen in Millionenhöhe sichtbar. In diesem Segment befindet sich gerade eine komplett neue, große Produktions-Linie im Aufbau.

Und schon jetzt sucht das Unternehmen weitere Arbeiter, damit diese Linie mit süßem Leben gefüllt werden kann. So stellte es Oliver Schindler MVs Landwirtschaftsminister Till Backhaus unlängst auf einem Besuch vor. Auch der Politiker ist ein Akteur der ersten Sweet-Tec-Stunden im Land und froh, dass es zu dieser Ansiedlung gekommen ist. Till Backhaus erinnert so zum Beispiel an die Umbrüche der 90er und 2000er Jahre, als Boizenburg erst seinen Weg weg von Fliese und Werft finden musste.

Diese tausenden Arbeitsplätze, die hier weggebrochen sind, kann Sweet Tec zwar nicht komplett ersetzen. Der Erfolg der Firma zeige jedoch, dass der Wirtschaftsstandort Boizenburg immer noch funktioniert und für Innovationen stehen kann.

Wie werden Süßwaren in Zukunft produziert?

Die Sweet Tec ist in dieser Sache derzeit unter anderem auf der Suche nach einer Energiequelle, die die Süßwarenproduktion auch in Zukunft, abseits vom Gas, auf sichere Füße stellen kann. Man sei hier für alles offen, heißt es aus dem Unternehmen, das enorm viel Energie aufwenden muss, damit die Leckermäuler in Deutschland und der Welt immer etwas zu naschen haben.

Die Jahre seit der Ansiedlung in Boizenburg haben sich allerdings durch steten Wandel ausgezeichnet, weshalb man auch in dieser Sache positiv gestimmt ist, Lösungen zu finden.

Till Backhaus (Mitte) hat sich ein Bild von der Sweet Tec in Boizenburg gemacht. (Foto: Sascha Nitsche)

Dafür spricht unter anderem auch, dass sich mit Maurice und Philippe Schindler die nächste Generation aufmacht, die Geschicke der „Bonbonfabrik“ an der Elbe weiterzuführen. Hinsichtlich der Quantität könnte der Landkreis LUP in den nächsten Jahren also tatsächlich noch ein wenig süßer werden.

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